Haltung, Fütterung & Pflege von Pferden

Die Haltung
Die Art und Weise, wie Pferde in domestiziertem oder halbdomestziziertem Zustand gehalten werden, hängt ab von Nutzung, Klima- und Umweltbedingungen sowie den verfügbaren Einrichtungen. die Unterschiede zwischen der Pferdehaltung in der nördlichen und jener in der südlichen Hemisphäre sind sehr groß. Das Spektrum reicht von halbwilden Herden, die Fleisch, Milch und weitere Produkte wie Häute, Fett, ja sogar Dung zum Heizen liefern sollen, bis zum verhätschelten Rennpferd, das in einem speziellen Stall lebt und seinen persönlichen Pfleger hat. Aber auch dann noch gibt es von Land zu Land Unterschiede in den Methoden, um das gewünschte Ziel zu erreichen.

 

Pferd mit FohlenPferde

Fit für die Jagd

Für viele Menschen in Großbritannien, Irland und bestimmten Teilen der USA war der einzig wahre Grund, sich ein Pferd zu halten, das Jagdreiten in den Wintermonaten, besonders vor den beiden Weltkriegen, insbesondere aber in der Zeit dazwischen. Art der Haltung und Pflege waren ganz speziell darauf ausgerichtet, dass die Pferde zu Beginn der Jagdsaison fit waren und während dieser Zeit ihre Kondition auch beibehielten. Die Jagdpferde, die Hunter, verbrachten die Sommermonate auf der Weide. Wie waren es gewöhnt, Anfang September in Arbeit genommen zu werden, um dann nach ein paar Jungfuchsjagden zur Eröffnung der Jagdsaison am 1. November fit zu sein. Von September bis April wurden die Hunter gewöhnlich im Stall gehalten.

In Europa und den USA werden Pferde heutzutage im Allgemeinen nur noch zum Freizeitvergnügen oder -sport gehalten. Dazu gehört in steigendem Maße der Pferdesport auf unterschiedlichsten Niveau. Meist wird das mit einer wasserdichten Neuseeland-Decke als Wetterschutz eingedeckte Pferd ein paar Stunden am Tag auf die Weide gesellt. Ein oder zwei Stunden Freiheit, möglichst in Gesellschaft von Artgenossen, geben dem Pferd die Gelegenheit, sich körperlich und seelisch zu entspannen und beugen den so genannten "Stalluntugenden" vor, die man als eine Ausdrucksform von Langeweile und Frustration durch das Aufzwingen eines vollkommen unnatürlichen Lebensstils sehen muss. Stalluntugenden können aber auch auf eine lieblose Behandlung hinweisen.

Fütterung

Die ausgewogene Ernährung eines durchschnittlichen Pferdes, das geritten wird, kann in drei Kategorien aufgteilt werden: Futter für Ballaststoffe, Futter für Energie und Zusatzfutter zur Ergänzung oder Hervorhebung besonderer Bedürfnisse. Zu diesen Zusatzfuttermitteln gehören Glukose, Melasse, verschiedene Vitamine und Mineralien sowie das normale "Grünfutter" wie Gras und Wurzeln, das heißt Möhren, Mangold und Rüben.
Ballaststoffe werden übers Heu gegeben, das aus den unterschiedlichsten Gräsern der verschiedenen Länder gewonnen wird. Gras ist natürlich selbst ein Ballaststofffutter, und in Indien zum Beispiel ernten Arbeiter bis zu 18 k Gras am Tag. Häcksel, eine Mischung aus geschnittenem Heu und Stroh, ist ebenso ballaststoffreich wie Silage, die aber mit Vorsicht gefüttert werden muss.

Energie- und Aufbaufutter, das sind Körner verschiedenster Art, wie Hafer, Gerste oder Mais. Aber es ist mehr und mehr Praxis, eines der ausgewogenen Mischfutter, Futterwürfel oder Pellets, zu füttern. Diese Futter sind so zusammengesetzt, dass sie den Bedürfnissen von Pferden auf jedem Leistungsniveau gerecht werden können. Es gibt Futter mit niedrigem Energiegehalt über "nicht aufheizende" Mischfutter bis hin zum Hochleistungsfutter.

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